Valle Isarco
Das Eisacktal durchquert Südtirol entlang des Eisack, zwischen Bischofsstädten, mittelalterlichen Dörfern und den Dolomiten-Gipfel...
Aktualisiert am 20 Juli 2026
Valle Isarco
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Die Geschichte
Die Geschichte von Valle Isarco
Geographie und Territorium
Das Eisacktal liegt im östlichen Teil des Trentino-Südtirol, in der Provinz Bozen, und folgt dem Lauf des Eisack vom Brennerpass bis zur Mündung in die Etsch bei Bozen. Es ist ein natürlicher Korridor, der seit Jahrhunderten Nordeuropa mit Italien verbindet, eingerahmt von steilen Hängen, terrassierten Weinbergen und Seitentälern wie dem Villnößer Tal. Hier liegen Zentren wie Sterzing, Brixen, Varna und Klausen, sowie zahlreiche kleinere Gemeinden, die sich zwischen Talboden und Hochebenen verteilen, in einem Gebiet, in dem die deutsche und die italienische Sprache seit jeher nebeneinander existieren.
Geschichte und Identität
Seit römischer Zeit ein Verkehrskreuz, verdankt das Eisacktal seine Identität zu einem großen Teil der Rolle Brixens als Bischofssitz, einem geistlichen Fürstentum, das das Gebiet jahrhundertelang beherrschte, bevor es an Tirol und dann an Österreich-Ungarn fiel, bis zur Annexion durch Italien im Jahr 1918. Sterzing wuchs als Berg- und Marktstadt entlang der Brennerstraße, während Klausen am Fuße des Klosters Säben, einer der ältesten christlichen Siedlungen der Region, entstand. Diese Grenzgeschichte hat gotische Architektur, Bischofspaläste und eine stark deutschsprachige Kultur hinterlassen, die auch heute noch in den Dörfern lebendig ist.
Landschaft und Natur
Das enge, vom Fluss Eisack durchzogene Tal öffnet sich seitlich zu landschaftlich reizvollen Tälern, allen voran das Villnößer Tal, das vom UNESCO-Weltnaturerbe der Dolomitengruppe Geisler dominiert wird. Hier bilden grüne Wiesen, verstreute Bergbauernhöfe und kleine Kirchen wie die von St. Johann in Ranui eine der meistfotografierten Landschaften Südtirols. An den gegenüberliegenden Hängen erstrecken sich Nadelwälder, Almwiesen und Wege, die das Tal mit der Seiser Alm und dem Grödnertal verbinden, während weiter unten das milde Klima zu den höchstgelegenen Terrassenweinbergen Europas beiträgt.
Dörfer und Sehenswürdigkeiten
Brixen, die älteste Stadt Südtirols, beherbergt den Dom, den Bischöflichen Palast und das Laubengang-Stadtzentrum sowie die nahegelegene Abtei Neustift, eine der bedeutendsten Augustinerklöster Europas. Sterzing bezaubert mit dem Zwölferturm und den freskengeschmückten Häusern der Hauptstraße, während Klausen, unterhalb des Klosters Säben gelegen, als Künstlerdorf für seine Galerien und Werkstätten bekannt ist. Vahrn, vor den Toren von Brixen, bietet eine beschaulichere und ländlichere Umgebung, ein Ausgangspunkt für Ausflüge zu den umliegenden Bergbauernhöfen und Panoramawegen.
Gastronomie und Traditionen
Das Eisacktal ist eines der nördlichsten Weinanbaugebiete Italiens mit der Bezeichnung Eisacktal DOC, die Weißweinsorten wie Kerner, Sylvaner und Veltliner hervorhebt, die auf steilen, sonnigen Terrassen angebaut werden. Die bäuerliche Küche mit Knödeln, Speck und Almkäse wird durch Produkte von Bergbauernhöfen ergänzt, die oft direkt von den Erzeugern verkauft werden. Religiöse und landwirtschaftliche Traditionen prägen das Jahr mit Märkten, Patronatsfesten und den Brixner und Sterzinger Christkindlmärkten, die zu den stimmungsvollsten der Region gehören und in der Winterzeit Plätze und historische Gassen beleben.
Nicht verpassen
- Cathedral and historic centre of Bressanone, the episcopal town
- Novacella Abbey and its Baroque library
- Twelve Tower and medieval streets of Vipiteno
- The village of Chiusa and Sabiona monastery
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