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Belluno

Belluno ist die Provinzhauptstadt, die von Süden kommend den Zugang zu den Dolomiten eröffnet: eine elegante, dem Massentourismus...

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Belluno ist die Provinzhauptstadt, die von Süden kommend den Zugang zu den Dolomiten eröffnet: eine elegante, dem Massentourismus noch weitgehend unbekannte Stadt, erbaut auf einem Felssporn am Zusammenfluss von Piave und Ardo. Die Altstadt bewahrt die Spuren der venezianischen Herrschaft, mit Renaissancepalästen, freskengeschmückten Loggien und nüchternen Plätzen, die sich plötzlich zu atemberaubenden Ausblicken öffnen: von der Aussichtsterrasse des Doms aus sieht man an klaren Tagen die Felswand der Schiara über den Dächern aufragen. Dies ist keine erstarrte Museumsstadt, sondern eine lebendige Provinzhauptstadt mit Universität und Verwaltungssitz, die als Zugangstor zum Nationalpark Dolomiti Bellunesi und zu den Tälern hinauf nach Cadore und Agordino dient. Wer sie besucht, versteht, warum die Bellunesischen Dolomiten, UNESCO-Weltnaturerbe, mehr als nur einen kurzen Zwischenstopp verdienen.

Aktualisiert am 12 Juli 2026 · Quellen: redazione editoriale interna Trovido

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Die Geschichte

Die Geschichte von Belluno

Belluno, Tor zu den Dolomiten

Belluno liegt auf einer natürlichen Terrasse in 383 Metern Höhe, wo der Piave die Wasser des Ardo aufnimmt und ein Relief aus Fels und Wald bildet, das die Stadt auf drei Seiten umgibt. Diese Lage hat ihr seit Jahrhunderten den Beinamen Tor zu den Dolomiten eingebracht: Von hier aus führen die historischen Straßen nach Cadore, Agordino und ins Zoldotal, alle gerahmt von den Bergmassiven, die die UNESCO 2009 zum Weltnaturerbe erklärte. Wandert man entlang der Basteien oder blickt von den öffentlichen Gärten hinaus, wandert der Blick übergangslos von den Ziegeldächern der Altstadt zu den Dolomitenkämmen – ein Kontrast zwischen Stadt und Hochgebirge, den nur wenige italienische Provinzhauptstädte so unmittelbar bieten können.

Piazza dei Martiri und die Altstadt

Das Herz der Stadt ist die Piazza dei Martiri, die die Einheimischen noch immer vertraut 'il Campedel' nennen, in Erinnerung an das alte Campitello, das seit dem Mittelalter als Markt- und Versammlungsort diente. Der heutige Name erinnert an vier Partisanen, die hier 1945 während der Nazibesatzung gehängt wurden – ein Ereignis, das die Stadt nie vergessen wollte. Heute wird der lange, rechteckige Platz von Arkadenpalästen und historischen Cafés gesäumt und bildet den natürlichen Ausgangspunkt zur Erkundung des Zentrums: Von hier aus erreicht man in wenigen Schritten sowohl die Piazza del Duomo als auch die Gassen des mittelalterlichen Kerns mit ihren Reihenhäusern und schmiedeeisernen Schildern.

Piazza del Duomo und die Kathedrale

Die Piazza del Duomo ist Bellunos monumentaler Empfangsraum, beherrscht von der Kathedrale San Martino, einem Renaissancebau, dessen unvollendet gebliebene Fassade aus Sichtstein im Inneren Gemälde der venezianischen Schule birgt. Daneben erhebt sich der Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert, entworfen vom aus Messina stammenden Architekten Filippo Juvarra, mit seiner charakteristischen zwiebelförmigen Turmspitze, die zum Wahrzeichen der Stadt wurde und von jeder Ecke des Zentrums aus zu sehen ist. Auf einer Seite des Platzes liegen auch der Palazzo dei Vescovi, die historische Residenz der Fürstbischöfe von Belluno, sowie die schlichte Eleganz der umliegenden Gebäude, die diesen Platz zu einem der meistfotografierten der Dolomiten-Provinzhauptstadt machen.

Der Palazzo dei Rettori

Mit Blick auf die Piazza Duomo ist der Palazzo dei Rettori das feierlichste Zeugnis der langen Herrschaft der Serenissima über Belluno, die von 1404 bis zum Fall der Republik Venedig andauerte. Im gotisch-Renaissance-Stil erbaut, war er Sitz des venezianischen Podestà und Hauptmanns, der Rektoren, die im Auftrag Venedigs die Stadt regierten, und beherbergt heute die Büros der Provinzverwaltung. Die von Doppelfenstern und einer Außentreppe geprägte Fassade zeugt deutlich vom Einfluss der Lagunenarchitektur auf diesen voralpinen Winkel Venetiens, eine Verbindung, die in vielen anderen Palästen der Altstadt entlang der Hauptstraßen sichtbar ist.

Die historischen Straßen und Tore

Die Altstadt von Belluno lässt ihren mittelalterlichen Grundriss noch deutlich erkennen, einst von Mauern umschlossen, von denen sichtbare Spuren in den alten Stadttoren erhalten sind. Porta Rugo, eines der markantesten, öffnet sich zu einem Gassenlabyrinth, das zum Piave hinabführt, während andere Tore die Haupteingänge zu den Handels- und Handwerkerstraßen markierten. Ein Spaziergang durch die Via Mezzaterra, die alte Arkadenstraße, die das Zentrum mit dem oberen Stadtteil verbindet, führt an Palästen mit von der Zeit verblassten Fresken, Handwerksläden und kleinen Höfen vorbei, die einen Halt wert sind – abseits der Touristenströme der bekannteren Dolomitenziele.

Das Museo Civico und die Kunst Bellunos

Das Museo Civico von Belluno, untergebracht in einem historischen Palast im Zentrum, versammelt archäologische, malerische und naturkundliche Zeugnisse, die die lange Geschichte des Bellunese von den römischen Ursprüngen bis in die Neuzeit rekonstruieren. Zu den Sammlungen zählen Werke von Künstlern mit Bezug zur Stadt, in einem Rundgang, der mit der breiteren venetischen Malertradition in Dialog tritt, deren lebendiger, wenn auch peripherer Vorposten Belluno über Jahrhunderte war. Das Museum ist zudem ein guter Ausgangspunkt, um die tiefe Verbindung zwischen der Stadt und den umliegenden Bergen zu verstehen, erzählt durch Stiche, historische Karten und Gegenstände der lokalen alpinen Kultur.

Die Küche von Belluno

Die Küche Bellunos erzählt von der Begegnung zwischen venetischer Ebene und alpiner Kultur. Die Casunziei, mit roter Rübe gefüllte Agnolotti, angerichtet mit zerlassener Butter, Mohnsamen und geräuchertem Ricotta, sind das identitätsstiftendste Gericht der gesamten Dolomitenprovinz. Der Pastin, eine gewürzte Mischung aus Schweine- und Rindfleisch, typisch für die Region Belluno und Feltre, wird gegrillt oder auf Crostini gestrichen genossen. Auch Almkäse wie Schiz und Piave DOP fehlen nicht, ebenso wenig Polenta mit Steinpilzen aus den umliegenden Wäldern und Bergheidelbeeren, die zu Konfitüre verarbeitet werden. In den Bacari des Zentrums genießt man dazu gerne ein Glas Wein von den Hügeln um Feltre.

Ausflüge in die Umgebung

Belluno ist der ideale Stützpunkt für die Erkundung des Nationalparks Dolomiti Bellunesi, der 1990 zum Schutz der Bergmassive Schiara, Vette Feltrine und Talvena eingerichtet wurde – ein Gebiet aus Wäldern, Schluchten und Karstplateaus, das in wenigen Autominuten vom Zentrum aus erreichbar ist. Etwas weiter nördlich öffnen sich die Täler von Cadore und Agordino mit alpinen Dörfern, Seen und den ersten echten Dolomitengipfeln, während im Süden die Valbelluna Radwege entlang des Piave bietet. Wer weniger begangene Berge liebt, findet im Val di Zoldo und in den Schluchten des Canale del Mis Panoramen abseits der überlaufenen Routen.

Wie man sie besucht

Die Altstadt von Belluno lässt sich bequem an einem halben Tag zu Fuß besichtigen, doch die Stadt verdient es, in Ruhe erlebt zu werden – vielleicht als Basis für zwei oder drei Tage zur Erkundung der umliegenden Dolomiten. Der Bahnhof verbindet Belluno mit Venedig und Padua über die Strecke entlang des Piave, während der Busbahnhof Verbindungen nach Cortina d'Ampezzo, Cadore und Agordino bedient. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, wenn klare Tage die schärfsten Ausblicke auf die Dolomiten schenken, aber auch der Winter hat seinen Reiz, wenn die Stadt zum Durchgangspunkt zu den Skigebieten der Provinz wird.

Unverzichtbare Erlebnisse

  • Passeggiare in Piazza dei Martiri e scoprire la storia del 'Campedel'
  • Stroll through Piazza dei Martiri and learn the story of the 'Campedel'
  • Pasear por la Piazza dei Martiri y descubrir la historia del 'Campedel'
  • Se promener sur la Piazza dei Martiri et découvrir l'histoire du 'Campedel'
  • Über die Piazza dei Martiri schlendern und die Geschichte des 'Campedel' entdecken
  • Passear pela Piazza dei Martiri e descobrir a história do 'Campedel'
  • 漫步烈士广场,探寻“坎佩德尔”的历史
  • 殉教者広場を散策し、「カンペデル」の歴史を知る
  • التجول في ساحة الشهداء واكتشاف تاريخ 'الكامبيديل'
  • पियाज़ा देई मार्तीरी में टहलें और 'कैम्पेदेल' का इतिहास जानें
  • Прогуляться по площади Мучеников и узнать историю 'Кампеделя'
  • Περπατήστε στην πλατεία Piazza dei Martiri και ανακαλύψτε την ιστορία του 'Campedel'
  • Shëtitni në Sheshin dei Martiri dhe zbuloni historinë e 'Campedel'

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