San Leonardo in Passiria
San Leonardo in Passiria (St
Aktualisiert am 20 Juli 2026
In dieser Saison · Juli · Sommer
Was jetzt in San Leonardo in Passiria unternehmen
Die Geschichte
Die Geschichte von San Leonardo in Passiria
Das Herz des oberen Passeiertals
San Leonardo in Passiria ist die wichtigste Gemeinde und das Verwaltungszentrum des oberen Passeiertals (Passeiertal), des Tals, das sich nördlich von Meran entlang des Passerbachs bis zu seinen Quellen unter dem Timmelsjoch erstreckt. Umgeben von Gipfeln, die über 2.500-3.000 Meter hoch sind, liegt das Dorf in einer weiten Mulde, in der sich die von Meran heraufführenden Straßen und die Straßen zu den beiden Alpenpässen der Gegend treffen. Das historische Zentrum mit der Pfarrkirche und den traditionellen Tiroler Häusern bewahrt die Atmosphäre eines alten Bergdorfes, das heute ein Ziel für den Sommer- und Winterwandertourismus ist. Von hier aus führen Wege zu den Almen, den verstreuten Bergbauernhöfen an den Hängen und den Seitentälern, was San Leonardo zum idealen Ausgangspunkt für die Erkundung des gesamten oberen Passeiertals zwischen Natur, Geschichte und Tiroler Tradition macht.
Andreas Hofer, der Sandhof und das MuseumPasseier
St. Leonhard in Passeier ist der Geburtsort von Andreas Hofer (1767-1810), dem Gastwirt und Pferdehändler, der 1809 den Tiroler Volksaufstand gegen die napoleonischen französischen und bayerischen Truppen anführte, die damals das an Bayern abgetretene Tirol besetzten. Nach einigen Siegen, darunter die Schlacht am Bergisel bei Innsbruck, wurde der Aufstand niedergeschlagen und Hofer, verraten, gefangen genommen und 1810 auf Befehl Napoleons in Mantua erschossen, wodurch er zum Symbol der Tiroler Identität wurde. Sein Geburtshaus, der Hof Sandhof etwas außerhalb des Dorfzentrums, beherbergt heute das MuseumPasseier – Andreas Hofer, eines der meistbesuchten Museen Südtirols: Durch Objekte, Dokumente und multimediale Ausstellungen erzählt es das Leben Hofers, die Ereignisse von 1809 und die Traditionen des Passeiertals und bietet einen unverzichtbaren Halt für Besucher von St. Leonhard.
Das Timmelsjoch
Von St. Leonhard in Passeier führt die Straße, die das Hochtal hinaufführt, zum Timmelsjoch (2.509 Meter), einem der spektakulärsten Alpenpässe der Alpen, der Südtirol mit dem österreichischen Ötztal und dem Ort Sölden verbindet. Die Strecke, die nur in der schönen Jahreszeit geöffnet ist, ist bei Motorradfahrern und Autofahrern für ihre malerischen Kehren, die in den Fels gehauenen Tunnel und die Hochgebirgslandschaft, die sich entlang der Strecke eröffnet, berühmt. Entlang des Anstiegs befindet sich auch das Timmelsjoch Experience, ein Open-Air-Museumspfad mit Kunstinstallationen, die der Geschichte des Passes, den Grenzen und den Bergvölkern gewidmet sind. Das Timmelsjoch stellt seit Jahrhunderten die Verbindungsstraße zwischen dem Passeiertal und Nordtirol dar, die heute sowohl von Touristen als auch von Zweiradliebhabern frequentiert wird.
Das Jaufenpass und die Verbindungen nach Sterzing
Neben dem Timmelsjoch ist von St. Leonhard in Passeier auch das Jaufenpass (2.094 Meter) erreichbar, das das Passeiertal mit dem Eisacktal und der Stadt Sterzing verbindet. Auch diese Panoramastraße mit ihren vielen Serpentinen ist bei Radfahrern und Motorradfahrern sehr beliebt und stellt seit Jahrhunderten eine wichtige Verkehrs- und Handelsroute zwischen den westlichen Südtiroler Tälern dar. Der Pass ermöglicht die Verbindung des oberen Passeiertals mit dem Eisacktal und dem Etschtal an einem Tag und erweitert die Ausflugsmöglichkeiten für diejenigen, die in St. Leonhard übernachten. Entlang der Strecke trifft man auf abgelegene Bergbauernhöfe, Nadelwälder und Aussichtspunkte, von denen man das gesamte Tal überblicken kann, was die Fahrt zum Jaufenpass zu einem Reiseerlebnis macht und nicht nur zu einer einfachen Straßenverbindung.
Bergbauernhöfe, Haflinger Pferde und Wanderungen
Das obere Passeiertal rund um St. Leonhard ist seit jeher ein Land der Bergbauernhöfe, der Viehzucht und der alpinen Landwirtschaft, mit traditionellen Gebäuden, die sich auf den sonnigen Hängen bis über 1.500 Meter Höhe verteilen. Hier, im Ursprungsland des berühmten Haflingerpferdes mit seinem fuchsfarbenen Fell und der hellen Mähne, werden auch heute noch ausgewählte Exemplare gezüchtet, die sowohl für die Arbeit auf den Höfen als auch für den touristischen und sportlichen Reitsport bestimmt sind. Zahlreiche Bergbauernhöfe bieten Wanderern Unterkunft mit lokalen Produkten wie Speck, Alm- und Roggenbrot. Von St. Leonhard aus führen Wege aller Schwierigkeitsgrade zu den hochgelegenen Almen, den Seitentälern und den Schutzhütten am Fuße der Gipfel, die das Tal abschließen, was den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für Sommertrekking, Spaziergänge zwischen den Höfen und im Winter zum Skifahren und Schneeschuhwandern macht.
Nicht verpassen
- The MuseumPasseier – Andreas Hofer at the Sandhof farmhouse
- The scenic route over the Rombo Pass (Timmelsjoch)
- The climb to the Jaufen Pass (Jaufenpass) towards Vipiteno
- Mountain farms breeding Haflinger horses
- Hikes to the alpine huts and refuges of the upper Val Passiria
Sehenswert
Sehenswertes in San Leonardo in Passiria
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