Navplio
Am kobaltblauen Wasser des Argolischen Golfs gelegen, präsentiert sich Nafplio (oder Nauplia) dem Reisenden als eine der elegantes...
Aktualisiert am 7 Juli 2026
In dieser Saison · Juli · Sommer
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Die Geschichte
Die Geschichte von Navplio
Eine Geschichte zwischen zwei Welten: von den Anfängen bis zur Unabhängigkeit
Die Wurzeln Nafplios reichen in den Mythos zurück und sind mit der Gestalt des Nauplios, Sohn des Poseidon, verbunden, doch erst im Mittelalter erlangt die Stadt entscheidende Bedeutung. Nach dem Vierten Kreuzzug wurde sie venezianischer Besitz und als "Napoli di Romania" bekannt, wodurch sie sich in einen der sichersten und am stärksten befestigten Häfen des östlichen Mittelmeers verwandelte. Die Serenissima hinterließ hier eine unauslöschliche Spur, die noch heute in den Befestigungsanlagen und im Stadtgefüge sichtbar ist, bevor sie 1540 den Osmanen weichen musste. Die Stadt erlebte anschließend Ende des 17. Jahrhunderts eine zweite venezianische Periode, in der die imposantesten Verteidigungsbauten entstanden, wie die Festung Palamidi.
Der Moment größten politischen Glanzes kam mit dem griechischen Unabhängigkeitskrieg. Nafplio war eine der ersten Städte, die vom türkischen Joch befreit wurde, und wurde von 1823 bis 1834 offizielle Hauptstadt des neu entstandenen griechischen Staates. Hierher kam Ioannis Kapodistrias, der erste Gouverneur, um zu versuchen, das Land zu modernisieren, und hier wurde er auf tragische Weise ermordet, was einen dramatischen Wendepunkt in der Nationalgeschichte markierte. Diese ruhmreiche und bewegte Vergangenheit lässt sich an jedem Monument ablesen und macht die Stadt zu einem Freilichtmuseum hellenischer Widerstandskraft.
Die Festung Palamidi: die Wächterin des Golfs

Auf einem Felsgrat in 216 Metern Höhe thronend, ist die Festung Palamidi ein Meisterwerk venezianischer Militärbaukunst, das zwischen 1711 und 1714 in Rekordzeit vollendet wurde. Die Anlage besteht nicht aus einem einzigen Block, sondern aus einem komplexen System von acht unabhängigen Bastionen, die so konzipiert waren, dass die übrigen sich weiter verteidigen konnten, sollte eine von ihnen fallen. Das Erklimmen der berühmten 999 Stufen (die in Wirklichkeit knapp unter 900 liegen), die in der Altstadt beginnen, ist eine anstrengende, aber lohnende Erfahrung: Der Ausblick, der sich über den Argolischen Golf und die roten Dächer Nafplios eröffnet, ist schlichtweg unvergleichlich.
Innerhalb der Mauern befinden sich, neben den nach antiken Helden wie Achilleus und Themistokles benannten Bastionen, die winzige Andreaskirche und die Zelle, in der Theodoros Kolokotronis, der Held der griechischen Revolution, gefangen gehalten wurde. Die Präzision der Böschungsmauern und die Erhabenheit der Zugangstore zeugen von der Macht der Serenissima bei ihrer letzten großen Verteidigungsanstrengung auf griechischem Boden. Ein früher Morgenbesuch in Palamidi ermöglicht es, das goldene Licht zu genießen, das den Kalkstein streichelt und die Atmosphäre nahezu episch werden lässt.
Bourtzi: die Burg auf dem Wasser
Die kleine Insel Bourtzi ist das Wahrzeichen Nafplios, eine schwimmende Festung, die mitten im Hafen direkt aus den Wellen emporzusteigen scheint. Die Burg wurde 1473 von den Venezianern nach einem Entwurf des Architekten Antonio Gambello erbaut und sollte die Stadt vor Piratenüberfällen und Angriffen von See schützen. Ihre Form folgt dem Umriss der Insel und bildet einen befestigten Umkreis, in dem Kanonen bereitstanden, um mit denen der Stadtmole ins Kreuzfeuer zu gehen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ihre Funktion dramatisch gewandelt: vom Gefängnis über den Wohnsitz der städtischen Henker (die hier isoliert von der Bevölkerung lebten) bis hin zu einem Luxushotel in den 1930er Jahren.
Akronafplia: das antike Herz

Die Halbinsel Akronafplia stellt den ältesten Teil der Stadt dar, wo die historischen Schichten am deutlichsten sichtbar sind. Hier befinden sich die Überreste der vorhellenischen zyklopischen Mauern, auf die byzantinische, venezianische und osmanische Befestigungen aufgepfropft wurden. Weniger spektakulär als Palamidi, aber ebenso faszinierend, bietet Akronafplia einen Panoramaspaziergang zwischen Feigenkakteen und stillen Ruinen. Sie war einst das Nervenzentrum des städtischen Lebens, bevor sich die Stadtentwicklung hangabwärts, an den Fuß des Felsens, verlagerte und so die heutige Altstadt entstehen ließ.
Syntagma-Platz und das städtische Wohnzimmer
Das pulsierende Herz Nafplios ist der Syntagma-Platz (Verfassungsplatz), ein weiter, mit Marmor gepflasterter Raum, umgeben von historischen Gebäuden von großem Wert. Hier erhebt sich das imposante venezianische Arsenal, in dem heute das Archäologische Museum untergebracht ist, Hüter der berühmten mykenischen Rüstung von Dendra. Am Platz liegen außerdem die ehemalige Trianon-Moschee, heute ein Kulturzentrum, sowie das Gebäude, in dem die erste nationale Druckerei untergebracht war. Es ist der ideale Ort, um das Ritual des griechischen Kaffees zu beobachten, an Tischen im Schatten der Platanen sitzend, während Kinder auf dem polierten Marmor spielen und das städtische Leben mit eleganter Langsamkeit dahinfließt.
Agios Spyridon: der Ort des Schicksals

Die kleine Kirche des Agios Spyridon, erbaut 1702, nimmt einen Ehrenplatz im kollektiven griechischen Gedächtnis ein. Genau auf der Schwelle dieses Tempels wurde am 9. Oktober 1831 Ioannis Kapodistrias von Mitgliedern des Mavromichalis-Clans getötet. Noch heute ist, in die Mauer neben dem Eingang eingelassen, unter einer Glasvitrine die Kerbe zu sehen, die die Kugel hinterließ, die dem Leben des Mannes ein Ende setzte, der versuchte, dem gerade erst geborenen Griechenland eine europäische Ordnung zu geben. Das Innere der Kirche, intim und mit kostbaren Ikonen geschmückt, lädt zu Stille und Nachdenken über die Zerbrechlichkeit politischer Träume ein.
Landschaft und Natur: zwischen Klippen und Orangenhainen
Nafplio genießt eine privilegierte Lage, an der das Kalkgestein des Peloponnes auf das Meer trifft. Die Promenade von Arvanitia, ein Fußweg, der sich am Fuß des Felsens von Akronafplia entlangzieht, bietet spektakuläre Ausblicke auf steil abfallende Klippen und kristallklares Wasser und führt zum gleichnamigen kleinen Strand. Nicht weit entfernt erstreckt sich die Bucht von Karathona, eine lange Sichel aus goldenem Sand, umgeben von Eukalyptus- und Olivenbäumen, perfekt für alle, die eine größere, besser ausgestattete Küste suchen. Landeinwärts verwandelt sich die Landschaft rasch in die fruchtbare Ebene der Argolis, ein Meer aus Orangen- und Olivenhainen, das im Frühling die Luft mit dem Duft der Orangenblüte erfüllt.
Umgebung: das Erbe von Agamemnon und Tiryns

In Nafplio zu wohnen bedeutet, die Schlüssel zu einigen der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt in der Hand zu haben. Nur 4 Kilometer entfernt liegt Tiryns mit seinen zyklopischen Mauern, die Homer mit Staunen beschrieb. Etwas weiter entfernt beschwört das majestätische Mykene die Mythen der Atriden und die goldene Maske des Agamemnon herauf. In weniger als einer halben Autostunde erreicht man das Theater von Epidaurus, berühmt für seine perfekte Akustik und eingebettet in einen Pinienwald, der einst das Heiligtum des Asklepios, des Gottes der Medizin, beherbergte. Diese Ausflüge machen Nafplio zur perfekten Basis für eine Reise durch die Zeit.
Traditionen und Geschmack: Komboloi und Amygdalota
Die Volkskultur Nafplios drückt sich in einzigartigen Gegenständen und Geschmacksrichtungen aus. Die Stadt beherbergt das weltweit einzige Komboloi-Museum, das den berühmten Perlenketten gewidmet ist, die man durch die Finger gleiten lässt – einst Statussymbol, heute Objekt raffinierten Kunsthandwerks aus Bernstein, Koralle oder Knochen. Bei Tisch triumphiert die Küche der Argolis mit hervorragendem Olivenöl und frischen Zitrusfrüchten. Nicht zu verpassen sind die "Amygdalota", mit Rosenwasser parfümierte Mandelsüßigkeiten, sowie die Gerichte mit ganz frischem Fisch im Hafenviertel. Abends bieten die Tavernen der Staikopoulou-Straße die Gelegenheit, lokale Weine des Peloponnes zu probieren, wie den roten Nemea.
- Bei Sonnenuntergang zu Fuß zur Festung Palamidi hinaufsteigen für einen unvergesslichen Ausblick.
- Das Boot vom Kai nehmen, um die kleine Insel Bourtzi zu besuchen.
- Das Komboloi-Museum besuchen und ein handgefertigtes Exemplar erwerben.
- Den Küstenweg von Arvanitia entlanggehen für ein erfrischendes Bad unterhalb des Felsens.
- In einer der versteckten Tavernen in den Gassen der Altstadt abseits des Hafens zu Abend essen.
- Das Archäologische Museum am Syntagma-Platz erkunden, um die Rüstung von Dendra zu bewundern.
Häufige Fragen
Quanto tempo occorre per visitare Nafplio?
Dove è meglio parcheggiare?
Nafplio è adatta ai bambini?
Qual è il periodo migliore per andare?
Anreise
- Aeroporto Internazionale di Atene (ATH) - 170 km
- La stazione ferroviaria non è attualmente operativa per treni passeggeri diretti; si consiglia il bus KTEL.
- Da Atene, percorrere l'autostrada A7 in direzione Corinto/Tripoli, uscendo per Nafplio/Argos (circa 2 ore di viaggio).
- I bus KTEL partono regolarmente dalla stazione Kifissos di Atene e sono puntuali, puliti ed economici.
Perfekt für
Una base strategica per esplorare il cuore della civiltà micenea e i fasti del dominio veneziano.
Con i suoi vicoli fioriti e i tramonti sul mare, è considerata la città più romantica della Grecia continentale.
Ideale per chi cerca musei specialistici, botteghe di artigiani del cuoio e la cultura del komboloi.
Sehenswert