Kardhamaina
Die Kardhamaina (oder Kardamena) genannte Ortschaft liegt an der Südküste der Insel Kos, im Herzen des Dodekanes-Archipels, und pr...
Aktualisiert am 7 Juli 2026
In dieser Saison · Juli · Sommer
Was jetzt in Kardhamaina unternehmen
Die Geschichte
Die Geschichte von Kardhamaina
Die Wurzeln von Alasarna: eine jahrtausendealte Geschichte
Die Geschichte Kardhamainas reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erst in hellenistischer Zeit erreichte der damals als Alasarna bekannte Ort seine größte Blüte. Als zweitwichtigste Stadt der Insel nach Kos galt Alasarna als bedeutendes Verwaltungs- und Religionszentrum und Sitz eines berühmten, Apollon geweihten Heiligtums. Mit dem Aufkommen des Christentums behielt das Gebiet seine Bedeutung, wie die Überreste imposanter frühchristlicher Basiliken belegen. Zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert n. Chr. führten jedoch sarazenische Überfälle und häufige Erdbeben zur allmählichen Aufgabe der Küstensiedlung. Die Bevölkerung zog sich ins Landesinnere zurück und gründete das befestigte Dorf Antimachia. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um 1865, kehrten die Nachfahren jener alten Bewohner an die Küste zurück, um das heutige Kardhamaina zu gründen und so eine untrennbare Verbindung zum Meer wiederherzustellen, die bis heute fortbesteht.
Der Apollontempel und die archäologische Stätte

Das antike Herz von Kardhamaina schlägt in der archäologischen Stätte von Alasarna am Rande der modernen Ortschaft. Hier wurden die Überreste des majestätischen Apollontempels freigelegt, des Gottes der Sonne und der Künste, der Gläubige aus der gesamten Ägäis anzog. Die Ausgrabungen brachten nicht nur die Fundamente des Tempels ans Licht, sondern auch ein komplexes System öffentlicher Gebäude, darunter ein griechisches Theater und Thermenanlagen aus römischer Zeit. Ein Spaziergang zwischen diesen Ruinen lässt die strategische und spirituelle Bedeutung erahnen, die der Ort in der Antike hatte. Viele der gefundenen Objekte – darunter Inschriften, Statuen und kunstvolle Keramik – werden heute in den Museen der Insel aufbewahrt, doch der Anblick der weißen Marmorblöcke, die noch immer, umgeben von wilder Vegetation, aus dem Boden ragen, bleibt für jeden kulturinteressierten Reisenden ein unvergessliches Erlebnis.
Die Basilika von Agia Theotita
Als Zeugnis des Übergangs von der klassischen zur byzantinischen Epoche ist die Basilika von Agia Theotita eines der bedeutendsten frühchristlichen Baudenkmäler des Dodekanes. Vermutlich auf den Überresten früherer Bauten errichtet, zeigt diese Struktur noch heute den typischen Grundriss der großen Küstenkirchen jener Zeit, mit weiten Kirchenschiffen und Mosaikbodenfragmenten, die einen Eindruck vom einstigen dekorativen Reichtum vermitteln. Die Basilika war nicht nur ein Ort der Andacht, sondern ein echter Gemeinschaftsmittelpunkt für die Christen, die an der Küste lebten, bevor äußere Bedrohungen sie zwangen, ins Landesinnere zu fliehen. Ihre Lage nur unweit des Meeres macht sie zu einem Ort tiefen Friedens, an dem die Stille der Geschichte nur vom Rauschen des Windes in den Tamarisken unterbrochen wird.
Die Kirche Agios Panteleimon

Im Zentrum des modernen Dorfes erhebt sich die Kirche Agios Panteleimon, der Schutzheilige Kardhamainas. Dieses sakrale Bauwerk ist mit seiner azurblauen Kuppel und dem schlanken Glockenturm nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern das eigentliche pulsierende Herz des lokalen Glaubens und der Traditionen. Jedes Jahr Ende Juli versammelt sich hier die Gemeinde, um das Fest des Heiligen mit feierlichen Prozessionen und volkstümlichen Festen zu begehen, an denen das ganze Dorf teilnimmt. Das Innere der Kirche, reich verziert mit Ikonen und Fresken nach den Regeln der griechisch-orthodoxen Kirche, bietet eine Atmosphäre tiefer Spiritualität. Ein Besuch von Agios Panteleimon lässt aus nächster Nähe die tiefe Verbundenheit erkennen, die die Bewohner Kardhamainas bis heute mit ihren religiösen und kulturellen Wurzeln verbindet.
Das Volkskundemuseum
Wer verstehen möchte, wie das Alltagsleben in Kardhamaina vor dem Aufkommen des Massentourismus aussah, für den ist das Volkskundemuseum ein Pflichtbesuch. Untergebracht in einem sorgfältig restaurierten traditionellen Haus, zeigt das Museum eine Sammlung von Alltagsgegenständen, Landwirtschaftsgeräten, Webstühlen, historischen Trachten und alten Fotografien. Es ist eine bewegende Reise in das kollektive Gedächtnis des Dorfes, die von der Mühe der Fischer, dem Geschick der Weberinnen und dem Einfallsreichtum der Bauern erzählt, die das umliegende Land bestellten. Jedes ausgestellte Objekt erzählt eine Geschichte von Widerstandskraft und Liebe zur Heimat und bietet dem Besucher einen authentischen Schlüssel zum Verständnis der heutigen Identität dieser sonnigen, gastfreundlichen Gemeinschaft.
Strände und Küste: die Umarmung der Ägäis

Die Küste von Kardhamaina erstreckt sich über mehr als sechs Kilometer und bietet eine Vielfalt an Stränden für jeden Geschmack. Der Hauptstrand des Dorfes zeichnet sich durch feinen Sand und flaches Wasser aus, ideal für Familien, während man in Richtung Osten oder Westen wildere, weniger überlaufene Abschnitte findet. Das kristallklare Wasser reicht von Türkis bis Smaragdgrün und lädt zu langen Schwimmzügen oder Schnorchelausflügen zur Erkundung des felsigen Meeresgrunds ein. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Strandbars und -clubs mit allem Komfort, aber auch weite freie Abschnitte, an denen man die Sonne in völliger Ruhe genießen kann. Der Wind, der auf dieser Seite der Insel oft weht, sorgt selbst an den heißesten Tagen für ein angenehmes Klima und macht die Gegend zu einem Paradies für Windsurf- und Segelbegeisterte.
Antimachia und die Ritterburg
Wenige Kilometer von Kardhamaina entfernt, auf einer die Küste überblickenden Hochebene, liegt das Dorf Antimachia, das historisch mit der Marine verbunden ist. Hier erhebt sich die imposante Burg von Antimachia, eine im 14. Jahrhundert von den Johanniterrittern errichtete mittelalterliche Festung, die später verstärkt wurde, um osmanischen Angriffen standzuhalten. Ihre massiven Mauern umschließen die Überreste alter Wohnhäuser und zwei kleine, noch intakte byzantinische Kirchen. Neben der Burg ist Antimachia für seine noch funktionstüchtige traditionelle Windmühle sowie für das „Haus von Antimachia“ bekannt, ein volkskundliches Museum, das das Innere eines ländlichen Wohnhauses des vergangenen Jahrhunderts originalgetreu nachbildet. Dieses Hinterland bietet einen faszinierenden Kontrast zur Lebendigkeit der Küste und gewährt Einblicke in ein ländliches, stolzes Griechenland.
Lokale Traditionen und Genüsse

Die Küche von Kardhamaina ist eine Hommage an die Erzeugnisse von Land und Meer der Insel Kos. In den Tavernen des Hafens genießt man frisch angelandeten Fisch, gegrillt oder in reichhaltigen Suppen. Zu den lokalen Spezialitäten zählt der „Possa-Käse“ (Weinkäse), ein Ziegen- oder Schafskäse, der in Rotweinsatz gereift wird und dadurch eine unverwechselbare Farbe und ein unverwechselbares Aroma erhält. Auch die Klassiker der griechischen Tradition wie Moussaka und Souvlaki fehlen nicht, oft begleitet von Thymianhonig aus den umliegenden Hügeln, der als einer der besten der Region gilt. Im Sommer belebt das Festival „Alasarnia“ die Abende mit Konzerten, traditionellen Tänzen und Verkostungen und bietet den Besuchern die Gelegenheit, vollständig in die festliche und gesellige Kultur des Dodekanes einzutauchen.
Erlebnisse, die man sich nicht entgehen lassen sollte
- An einem Bootsausflug zur Insel Nisyros teilnehmen, um ihren aktiven Vulkankrater zu erkunden.
- Einen Spaziergang bei Sonnenuntergang entlang der Hafenmole genießen und den zurückkehrenden Booten zusehen.
- Den nahegelegenen Wald von Plaka besuchen, wo wilde Pfauen und Schildkröten frei zwischen den Pinien leben.
- Einen Abend mit Rebetiko-Musik in einer der weniger touristischen Tavernen im Zentrum erleben.
- Mit dem Fahrrad die Küstenwege erkunden, die Kardhamaina mit den versteckten Buchten verbinden.
Wann man hinfahren sollte und wie man den Ort erlebt

Die ideale Reisezeit für Kardhamaina liegt zwischen Mai und Oktober. Der späte Frühling und der frühe Herbst bieten milde Temperaturen, eine spektakuläre Blütenpracht und eine Ruhe, die es erlaubt, die archäologischen Stätten und die Natur bestmöglich zu genießen. Juli und August sind die lebhaftesten Monate, ideal für alle, die Nachtleben und kosmopolitisches Flair suchen, auch wenn die Temperaturen hoch sein können. Um den Ort wie ein Einheimischer zu erleben, empfiehlt es sich, den morgendlichen Markt zu besuchen und die heißesten Stunden der Siesta oder der Lektüre im Schatten der Tamarisken zu widmen. Zu Fuß bewegt man sich im Zentrum sehr leicht, während zur Erkundung der Umgebung ein gemieteter Roller oder ein Fahrrad die reizvollste und praktischste Wahl ist.
Häufige Fragen
È una località adatta alle famiglie con bambini?
Quanto tempo occorre per visitare Kardhamaina?
È facile trovare parcheggio?
Si possono fare escursioni nelle isole vicine?
Anreise
- Aeroporto Internazionale di Kos 'Ippokratis' (KGS) - 7 km
- Non presenti sull'isola
- Da Kos Town seguire la strada principale verso sud-ovest seguendo le indicazioni per Kardamena (circa 30 minuti).
- I bus KTEL collegano regolarmente l'aeroporto e Kos Town a Kardhamaina con corse frequenti ed economiche.
Perfekt für
Chilometri di spiagge dorate e acque cristalline ideali per ogni tipo di bagnante.
Un viaggio nel tempo tra i resti dell'antica Alasarna e del tempio di Apollo.
Uno dei centri più animati di Kos, con una vasta scelta di bar, club e taverne sul mare.
Sehenswert