Campitello di Fassa
Campitello di Fassa, in ladinischer Sprache Ciampedel genannt, ist ein charakteristisches Dorf im Oberen Val di Fassa in Trentino,...
Aktualisiert am 20 Juli 2026
In dieser Saison · Juli · Sommer
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Die Geschichte
Die Geschichte von Campitello di Fassa
Ein ladinisches Dorf im Oberen Val di Fassa
Campitello di Fassa, das in der lokalen ladinischen Sprache Ciampedel genannt wird, liegt im Oberen Val di Fassa, einem der malerischsten Täler des Trentino, eingebettet zwischen einigen der berühmtesten Gipfel der Dolomiten. Das Dorf erstreckt sich entlang des Talbodens am Fuße von Felswänden, die steil über den Dächern und Kirchtürmen der typischen ladinischen Architektur aufragen. Zusammen mit Canazei, Mazzin, Pozza di Fassa, Vigo di Fassa und Moena gehört Campitello zu der Gruppe von Gemeinden, die die ladinische Sprache und Kultur teilen – ein sprachliches und identitäres Erbe, das in diesen Alpentälern seit Jahrhunderten überdauert. Beim Spaziergang durch die Straßen des Zentrums trifft man noch immer auf traditionelle Häuser, kleine Kirchen und Zeugnisse einer Berggemeinschaft, die tief mit ihren Wurzeln verwurzelt ist, obwohl sie heute ein renommierte internationales Touristenziel ist.
Das Sella, der Sassolungo und die UNESCO-Dolomiten
Campitello di Fassa genießt eine privilegierte Lage am Fuße zweier der imposantesten Massive der Dolomiten: dem Sella-Gebirge mit seinem charakteristischen Felsplateau, das von vertikalen Wänden umgeben ist, und den unverwechselbaren Gipfeln des Sassolungo, die sich deutlich vom Himmel abheben. Diese Berge sind Teil des Gebiets Dolomiten, das von der UNESCO aufgrund seines außergewöhnlichen geologischen und landschaftlichen Wertes zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Vom Dorf aus schweift der Blick über Grate, Türme und Wände, die diesen Winkel der Alpen weltweit berühmt gemacht haben – ein Ziel für Bergsteiger, Fotografen und Naturliebhaber. Die Nähe zu diesen Erhebungen macht Campitello zu einem idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Klettertouren und einfache Panorama-Spaziergänge, mit Ausblicken, die jede Tageszeit in einer anderen Farbe erscheinen lassen, vom Sonnenaufgang bis zum berühmten Phänomen der Enrosadira bei Sonnenuntergang.
Col Rodella und Sella Ronda
Eines der Symbole von Campitello di Fassa ist die Seilbahn, die vom Dorf auf den Col Rodella in über 2400 Metern Höhe führt, ein wahrer Panoramabalkon über den Dolomiten. Von hier aus umfasst der Blick mit einem Schlag das Sella-Massiv, den Sassolungo, den Catinaccio, den Sassopiatto und an klaren Tagen auch die Marmolada. Der Col Rodella stellt zudem einen der Zugangspunkte zum berühmten Sella Ronda-Circuit dar, dem Skizirkel, der die vier Dolomitentalen rund um das Sella-Massiv verbindet – das Herz des Skigebiets Dolomiti Superski, eines der größten der Welt mit kilometerlangen miteinander verbundenen Pisten. Im Winter können Skifahrer jeden Schwierigkeitsgrades die gesamte Runde an einem Tag absolvieren, während im Sommer derselbe schneefreie Weg zu einer beliebten Route für Wanderer und Mountainbiker zwischen Berghütten und hochgelegenen Pfaden wird.
Die Tradition der Bergführer und die ladinische Kultur
Campitello di Fassa blickt auf eine der ältesten Bergsteiger-Traditionen der Dolomiten zurück; es war Sitz einiger der ersten Bergführer des Tals – Persönlichkeiten, die ab dem 19. Jahrhundert die ersten Entdecker und Alpinisten zu den damals noch unbekannten Gipfeln begleiteten. Dieses Erbe lebt bis heute weiter, wird von Generation zu Generation weitergegeben und stellt ein tief verwurzeltes Identitätsmerkmal für die lokale Gemeinschaft dar. Neben dem Bergsport ist in Campitello auch die ladinische Kultur lebendig geblieben, mit ihrer eigenen Sprache, die noch immer im Tal gesprochen und in den Schulen unterrichtet wird, ihren Legenden über die Dolomiten und deren Landschaften sowie ihren Volkstraditionen, die sich in Festen, Trachten und lokalen Veranstaltungen manifestieren. Diese Verflechtung zwischen der Leidenschaft für die Berge und der kulturellen Zugehörigkeit macht Campitello zu einem authentischen Ort, an dem Tourismus mit einem starken Sinn für Identität und historisches Gedächtnis koexistiert.
Ski, Alpinismus und Sommerwanderungen
Dank seiner Lage im Herzen von Dolomiti Superski ist Campitello di Fassa eines der beliebtesten Skigebiete der Alpen, mit direktem Zugang zu Dutzenden von Kilometern an Pisten, die das Val di Fassa mit den angrenzenden Tälern verbinden und sowohl für erfahrene Skifahrer als auch für Familien geeignet sind. Im Winter belebt sich das Dorf durch moderne Anlagen, Skischulen und die Möglichkeit, auch Skitourengehen und Schneeschuhwandern abseits der präparierten Pisten zu praktizieren. In der Sommersaison verwandelt sich Campitello in einen Ausgangspunkt für Trekking- und Alpinistenziele Richtung Sella-Gruppe und Langkofel, mit Wanderwegen, die zu Hütten, Bergseen und Klettersteigen für erfahrene Wanderer führen. Einfachere Spaziergänge ermöglichen hingegen das Entdecken von Almhöfen, Wäldern und hochgelegenen Wiesen, was Campitello zu einem Ziel macht, das in jeder Jahreszeit unterschiedliche Bergerlebnisse bietet.
Nicht zu verpassen
- Cable car ride up to Col Rodella, a panoramic balcony over the Dolomites
- The Sella Ronda ski circuit within the Dolomiti Superski area
- Hikes at the foot of the Sella group and the Sassolungo
- Traces of the Fassa Valley's alpine guide tradition
- Campitello's historic centre and its Ladin identity and language
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Sehenswertes in Campitello di Fassa
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